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Lancierung der Sauberkeits-Charta

BERNcity und die Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün (TVS) haben unter Federführung der Innenstadtorganisation ein Instrument entwickelt, mit dem der Routine-Abfall im öffentlichen Raum verringert werden soll: die Sauberkeits-Charta. Zahlreiche Detailhändler, Gastrobetriebe, Hotels und Eventveranstaltende unterstützen die Sauberkeits-Charta mit über 30 wirkungsvollen Massnahmen. Im Oktober 2022 wird die Charta mit einem neuen Kaffee-Mehrwegbecher-System und dem Kampagnenstart zur Bekanntmachung lanciert.

«Die Sauberkeits-Charta – ein Gemeinschaftswerk von Wirtschaft und Stadt – ist ein gemeinsamer, innovativer Ansatz, um ein gesellschaftliches Problem systematisch anzupacken», sagt Sven Gubler, Direktor von BERNcity und Initiant der Sauberkeits-Charta. Mit der Charta soll die Abfallmenge in öffentlichen Abfallbehältern bis 2026 sinken oder zumindest stagnieren, weiter soll das Littering im öffentlichen Raum in der gleichen Zeitspanne messbar abnehmen. Bis 2026 sollen 80 Prozent der Unternehmen aus den betroffenen Branchen in der Berner Innenstadt mitmachen und mindestens 30 % in den umliegenden Quartieren. «Die Ziele sind klar und vor allem messbar», so Gubler.

Ein neues Bewusstsein für Abfall schaffen
Mit ihrem Beitritt zur Sauberkeits-Charta verpflichten sich Unternehmen und Betriebe, ein neues Bewusstsein für Abfall, Littering und Verpackungen zu entwickeln, weiterzutragen und aktiv zu werden. Dabei will die Sauberkeits-Charta nicht mit der üblichen Problemverschiebung arbeiten, sondern mit einfachen und im Alltag anwendbaren Lösungen punkten. «Waste Awareness ist ein Verhaltensänderungsthema, das braucht bekanntlich Zeit. Und vor allem ein Mitmachen, sowohl von den direkt angesprochenen Unternehmen als auch von den Konsument:innen», sagt Gubler. «Wir diskutieren das Abfallthema schon seit Jahren. Darum freut es mich persönlich wahnsinnig, dass wir mit der Sauberkeits-Charta sichtbar machen können, welche Massnahmen im Bereich Abfallreduktion und -bewusstsein bereits laufen und weiter konkret umgesetzt werden.»

Rund 30 Massnahmen rund um das Thema Abfallbewusstsein
Ob Mehrweg-Verpackungen und Mehrweg-Geschirr bereitstellen, Mitarbeitende sensibilisieren, Kund:innen über die Sauberkeits-Charta und umgesetzte Massnahmen informieren, regelmässige Reinigungsaktionen durchführen oder weniger Give-aways und Flyer abgeben – wer der Sauberkeits-Charta beitritt, wählt aus über 30 Massnahmen jene aus, welche am besten zum bestehenden Betrieb passen. «Wir sind ausserdem offen für weitere Ideen, man darf und soll sich sehr gerne einbringen und so das Pionierprojekt der Sauberkeits-Charta aktiv mitgestalten», freut sich Gubler. Denn: «Die Sauberkeits-Charta lebt vom freiwilligen Engagement und der Initiative aller mitmachenden Unternehmen. Dies erachten wir als zielführenden, sinnvollen Ansatz. Und sind darum überzeugt, dass die Wirkung über den Zielen des Sauberkeitsrappens liegen wird.»

Die innovative Alternative zum Sauberkeitsrappen
Die Idee der Sauberkeits-Charta wurde als Alternative für den ursprünglich von der Stadt geplanten Sauberkeitsrappen entwickelt. Diese Lenkungsabgabe war beim Gewerbe und national tätigen Branchenorganisationen auf grossen Widerstand gestossen. Gemeinde- und Stadtrat haben die Sauberkeits-Charta im Sommer 2020 abgenommen und sind zuversichtlich, dass damit vergleichbare Ziele erreicht werden können, wie mit dem Sauberkeitsrappen angestrebt wurden. Die vom Stadtrat noch gewünschten Präzisierungen sollten in den kommenden Wochen definitiv durch den Gemeinde- und Stadtrat freigegeben werden.

 

Bereits 18 Unternehmen und Organisationen dabei
Folgende Unternehmen und Organisationen unterstützen die Sauberkeits-Charta und waren unter Leitung von BERNcity an der Erarbeitung beteiligt: Reinhard AG, Genossenschaft Migros Aare, Denner AG, Aldi Suisse AG, Swiss Retail Federation, Lidl Schweiz AG, Kursaal Bern AG (Vertreter Hotellerie Bern + Mittelland), McDonald‘s, Manor AG, IG Detailhandel Schweiz, Bernexpo AG, Valora Schweiz AG, Coop Genossenschaft, BERNcity, Selecta AG, Gastro Stadt Bern, Swiss Cigarette, Loeb AG.