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Detailhandel in der Berner Innenstadt soll unterstützt werden

Detailhandel in der Berner Innenstadt soll unterstützt werden

Medienmitteilung Gemeinderat, Direktionen vom 6. Mai 2021:

Der Gemeinderat will die Berner Innenstadt beleben und den Detailhandel in der Innenstadt fördern. Zu diesem Zweck hat die Stadt Bern gemeinsam mit BERNcity das Projekt «Perspektive Detailhandel Innenstadt» gestartet und eine Berichtsgrundlage erarbeitet. Nun hat der Gemeinderat auf dieser Basis die Prüfung verschiedener Massnahmen in Auftrag gegeben.

Seit einigen Jahren ist im Detailhandel ein Strukturwandel im Gange. Der boomende Onlinehandel und das veränderte Arbeits- und Freizeitverhalten der Menschen sind die Hauptgründe für die sich verschärfende Situation des stationären Detailhandels. Die Corona-Pandemie dürfte dem Onlinehandel weiteren Schub verleihen und damit den beschriebenen Strukturwandel weiter vorantreiben.

Die Lebensqualität in der Berner Innenstadt ist aber in entscheidendem Masse vom florierenden Kleingewerbe abhängig. Ausserdem gehört der Detailhandel zu den bedeutendsten Arbeitgebern und Ausbildungsbranchen in der Schweiz. Mit dem Projekt «Perspektive Detailhandel Innenstadt» will die Stadt Bern gemeinsam mit BERNcity der für den stationären Handel prekären Lage entgegenwirken und so die Attraktivität der Innenstadt aufrechterhalten.

Rahmenbedingungen für Detailhandel verbessern

Auf Basis der Erkenntnisse des Projekts «Perspektive Detailhandel Innenstadt» hat der Gemeinderat die detaillierte Prüfung folgender Massnahmen zur Unterstützung des Detailhandels in der Innenstadt beschlossen:

  • Es soll ein Kontaktgremium zur Förderung der Zusammenarbeitskultur zwischen Stadt und Detailhandel gebildet werden. Der Detailhandel und die öffentliche Hand sollen dauerhaft und engmaschiger zusammenarbeiten.
  • Den Detailhandel betreffende Bewilligungsverfahren und gesetzliche Vorgaben sollen wo möglich vereinfacht und verschlankt werden. Der Gemeinderat hat den Auftrag zur Erarbeitung eines entsprechenden Projekts erteilt.
  • Die Aufwertung der öffentlichen Plätze in der Innenstadt soll unter Einbezug des Gewerbes weiterentwickelt werden. Dies, um die Aufenthaltsqualität als wichtige Rahmenbedingung weiter zu erhöhen.
  • Mit einem lokalen digitalen Marktplatz für die Berner Innenstadt mit einem gemeinsamen Lieferdienst soll der regionale Handel gestärkt werden. Die Umsetzung dieser Massnahme wurde von BERNcity bereits an die Hand genommen (schoufaensterle.lieberinbaern.ch).
  • Ein Pilotprojekt für eine Pick-Up-Station soll geprüft werden. Denkbar sind Parkhäuser als mögliche Orte für Pick-Up-Stationen. Bei fixen Ladenöffnungszeiten sind Pick-up-Stationen für Kundinnen und Kunden attraktiv, da sie die eingekauften Produkte so zeitunabhängig abholen können.

Der Detailhandel und der Gemeinderat der Stadt Bern haben ein gemeinsames Interesse an einem lebendigen und prosperierenden Stadtzentrum und wollen mit dem Projekt «Perspektive Detailhandel Innenstadt» die Rahmenbedingungen verbessern. Regulierungen sollen so ausgestaltet werden, dass mehr Spielraum für Innovationen entsteht.

Die vorliegenden Massnahmen wurden mit einem Begleitgremium bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Detailhandels, der Innenstadt sowie der Stadtverwaltung erarbeitet. Mit diesem nun abgeschlossenen kooperativen Prozess, dessen Hauptpfeiler Workshops und Onlineumfragen im Jahr 2020 darstellten, ist die erste Phase des Projekts «Perspektive Detailhandel Innenstadt» abgeschlossen. Bis spätestens Ende 2021 sollen die diversen Massnahmen soweit aufbereitet werden, dass ab 2022 mit deren Umsetzung begonnen werden kann.

Hier geht’s zum Bericht Perspektive Detailhandel Innenstadt.